Dies und Das, Mother Birth

Aber, aber, aber … Warum eigentlich nicht?!

Dieser Text stand – etwas abgewandelt natürlich – auf der Geburtstagskarte des Herzensmannes und er lässt mir seit über einer Woche keine Ruhe mehr. Wer will geschrieben werden – auch öffentlich. Nun denn…


Eine verrückte Idee, denke ich.

Es fühlt sich gut an – richtig. Rein so vom Gefühl.

Ich sollte es wagen.

Und dann kommt von irgendwo mit Sicherheit ein Bedenkenträger um die Ecke – hängende Schultern, gesenkter Blick, leichtes, aber deutliches Kopfschütteln…

Aber, aber, aber …

Hast du das bedacht? Bist du dir da wirklich sicher? Und wenn was passieren würde? Also ich würde das ja nicht machen!!! Was für ein Schwachsinn! Mach doch stattdessen lieber das… Viel zu unsicher. Viel zu teuer. Viel zu…

Eine Litanei ein Eventualitäten. Oft habe ich mich einlullen lassen. Mich verstrickt in den Wenn und Abers. Meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse nicht mehr gesehen zwischen den ganzen Bedenken, die ich zu bedenken hatte. Ich kam aus dem ganzen Nachgedenke gar nicht mehr raus und schon gar nicht mehr dazu, irgendetwas in die Tat umzusetzen. Stillstand. Ich verharrte regungslos in der Angst etwas falsch machen zu können. Die anderen hatten sicherlich recht. So viele negative Stimmen konnten doch nicht irren, oder?

Neulich erst ist mir eines klar geworden: meine Entscheidungen, die ich rein aus meiner Intuition heraus getroffen habe, waren rückblickend meist richtig und gut – für mich. Auch wenn es nicht alle sehen oder verstehen konnten und ich deshalb immer wieder gegen große Vorurteile und Bedenken ankämpfen musste, ich fühlte, es ist MEIN Weg!

Wenn ich aber zu lange über Pro und Kontra nachseniert habe, sind bisher die schlechtesten Entscheidungen von mir gefällt worden, denn ich habe nicht getan was ICH wollte, sondern dass was andere von mir erwartet haben. Ich habe ihren Rat angenommen bzw. übernommen. Sie meinten es oftmals sicherlich nur gut und hielten es für das Richtige, aber gegen meine Intuition zu handeln, war der falsche Weg. Vielleicht nicht objektiv messbar in negativen Auswirkungen, aber für mich spürbar. Ich fühlte mich nicht mehr wohl in meiner Haut. Irgendetwas war in Schieflage geraten. Aus dem Lot. Ich fühlte mich falsch. Ich lebte nicht mehr mein Leben, sondern das was andere sich für mich wünschten. Es war sicherlich nicht schlecht, aber eben nicht mehr ich.

Ich will zurück zum ICH – zu mir – finden!

Ich will mich nicht mehr begrenzen lassen durch andere. Ich will neue Verrücktheiten planen und sie in die Tat umsetzten – egal was andere sagen oder denken. Ich lasse ihr

Aber, aber, aber…

einfach an mir abprallen und denke:

Warum eigentlich nicht?! 🙂

Dieses Quentchen Wahnsinn hat mich bis jetzt immer weiter gebracht. Etwas wagen, ist immer besser als in der eigenen normativen Komfortzone vor sich hin zu vegetieren. Ich will über meinen eigenen Tellerrand schauen. Die Welt entdecken. Neues ausprobieren. Neues wagen.

Und sollte etwas doch zu verrückt sein und nicht so „gelingen“ wie erhofft, dann ist es ein Lehrpfad gewesen, den ich gehen musste, um meinen Weg zu finden. Aber es ist niemals eine Sackgasse. Man kann und darf eingeschlagene Wege korrigieren. Das ist niemals ein Versagen oder gar „umsonst“!

Wer vor Angst und Sorge etwas „Falsches“ zu tun – nichts tut, verharrt im Stillstand. Das will ich nicht. Nicht mehr. Ich möchte mich entfalten. Fehler machen. Es dürfen. Auch Fehler gehören dazu. Mein Vater sagte mir mal:

Wer nichts tut, kann auch keine Fehler machen.

Und recht hat er! Lieber mache ich in Zukunft viele kleine und größere Fehler, als dass ich mir weiterhin den Kopf zerbreche, was nun das „Richtige“ sein könnte.


Auf der Karte für den Herzensmann stand zum Schluss:

Deshalb ist es mir so wichtig, dass du dich frei entfalten kannst und dass ich dich nicht in eine bestimmte Richtung dränge. Tu was dir deine Intuition rät! Das ist mein Rat von Herzen.

Vielleicht ja eine Inspiration für euch 😉 …

Und denkt immer daran: #TuetwasVerrücktes!

 

*EURE MOTHER BIRTH*

 

#Ängste #Bedenken #etwaswagen #falsch #Fehler #Inspiration #Intuition #intuitiv #richtig #TuetwasVerrücktes!

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9 Gedanken zu „Aber, aber, aber … Warum eigentlich nicht?!“

  1. Schon witzig. Wenn man auf seine Intuition hört, dann führt das oft zu ganz komischen Entscheidungen. Denkt ein Außenstehender. Und denkt man vielleicht auch selber in dem Moment. Jahre später versteht man es dann endlich. 😉

    Ich mach zurzeit eine ganze Reihe komischer Dinge, aber sie sind voll im Einklang mit meiner Intuition. Das, was ich gerade mache, die Richtung, die ich den Dingen geben möchte, mag für viel Kopfschütteln sorgen. Aber ich stehe dahinter. Und deshalb weiß ich, dass es langfristig funktionieren wird.

    Wie eine liebe Freundin gestern so schön sagte: „Du musst dein Ändern leben“. Genau. Das ist manchmal schwer. Aber die Welt braucht diesen „guten Wahnsinn“, den wir leben. Ganz dringend. Von daher bin ich dabei. Und sehr gespannt, etwas über deine Erfahrungen zu lesen, Andrea. Hier oder anderswo. Du weißt schon wo. 🙂

    1. Der „gute Wahnsinn“ – eine geniale Umschreibung <3
      Etwas wagen – mal vom Weg abkommen… Vielleicht entdeckt man dort, was man schon lange suchte oder man wurde dorthin geführt… Wer weiß…

      Folge deiner Intuition. Sie wird dich zu dem Weg führen, den du gehen musst. Es kann auch ein sehr steiniger sein, aber es ist deiner.

      Und du erinnerst mich gerade mal daran, dass ich diesen Text auch unbedingt noch einmal wo anders teilen sollte 😉 … Danke <3

      Liebe Grüße
      Mother Birth

  2. Dazu fällt mir auch ein von mir sehr gemochtes Zitat (von Seneca) ein:
    „Nicht weil etwas schwierig ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwierig“

    Wir sollten auf jeden Fall öfter auf unser Bauchgefühl hören und nicht über die ganzen Wenn und Abers nachdenken!

    Alles Liebe cao

    1. Liebe Cao,

      dein Zitat hat so viel Wahres. Die Hürden, die wir überwinden müssen, sind oftmals nur in unseren Köpfen. Aber das erst einmal zu begreifen, ist schon ein enormer Schritt.

      Liebe Grüße und hör auf deine Intuition <3

      Mother Birth

  3. Lange begleitete mich folgendes Bonhoeffer-Zitat, das über meinem Schreibtisch hing:

    „Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.“

    Ist vielleicht nicht ganz dasselbe, aber ich musste direkt daran denken, als ich deinen Text las. 😀

    Und vielen Dank für die Erinnerung, nach einer kurzen Phase des Wagens war ich gerade wieder dabei, mich in Bedenken zu verlieren…..

    Liebe Grüße
    Ines

    1. Liebe Ines,

      ein tolles und passendes Zitat, dass ich noch nicht kannte. Ich werde es mir aber merken, denn es ist wahr!
      Schön dass ich dich mit meinem Text an dein Vorhaben erinnern konnte mehr zu wagen als zu hadern 🙂

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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